Nutella von Ferrero – wer kennt nicht die süße Nuss-Nougat-Creme… 1965 wurde die süße Creme, die 1946 vom Italiener Pietro Ferrero erfunden wurde, in Deutschland eingeführt.

Die Nutella Homepage (siehe unten, Quellenverweis) bietet viele Informationen über das Produkt, gibt an, wo die Rohstoffe bezogen werden und verweist auf viele Zertifikate und auf Nachhaltigkeit

Hier einige Angaben der offiziellen Nutella-Homepage:

so stammt der enthaltene und gentechnik-freie Zucker aus Deutschland – das verwendete Palmöl stammt aus Malaysia, Papua-Neuguinea, Brasilien und wird nachhaltig produziert – die Haselnüsse, die inzw. fast zu 100% genau rückverfolgt werden können und einem Zertifizierungsprogramm unterstehen, stammen u.a. von Kleinbauern aus der Türkei und Italien und seit 2000 auch von eigenen Plantage aus Georgien, Chile, Südafrika, Chile – der Kakao stammt z.B. von der Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Ecuador, etc. und es wird an einem 100%-igem Zertifizierungsprogramm für Nachhaltigkeit gearbeitet (soll bis 2020 erfolgen) – die Milch stammt aus traditionellen Milchregionen von Lieferanten aus Deutschland und kommt als Magermilchpulver ins Produkt – das gentechnisch nicht veränderte Soja für das Sojalecithin sorgt für die Textur der Creme – das Vanillin wird Nutella als Aromastoff zugesetzt, damit es keine natürlichen Geschmacksschwankungen gibt und Nutella den immer gleichbleibenden Geschmack garantieren kann.

Werbetext des Herstellers: 

z.B. in den 90-er Jahren „Man schmeckt, was in Nutella steckt“ 

1979 „Nur wo Nutella drauf steht, ist auch Nutella drin“

1995 „Nutella auf`s Brot. Da hast Du was drauf!“

2004 die „Jungen Wilden“ unserer Fussball-National-Mannschaft werben: „Hast Du`s drauf?“

seit 2011 die Nutella-Familie mit dem Slogan „der Morgen macht den Tag“

Das sagt Alex: 

Schaut man sich die Homepage von Nutella an, findet man viele Verweise auf diverse Zertifikate. Dies finde ich sehr verwirrend. Zertifizierungen wie „FairTrade“ kennt inzwischen jeder, allerdings sind Zertifizierungen wie z.B. RSPO und TFT (beides Palmöl), FFVH, SCS Global Services, Ferrero Code of Business Conduct (Haselnüsse), UTZ Certified und Rainforest Alliance (Kakao) für den Verbraucher weitestgehend unbekannt – es sei denn, man stammt aus der Lebensmittel-Branche und kennt sich mit all diesen Zertifizierungen aus.

Ich vermisse die Hinweise auf biologisch angebaute Lebensmittel bzw. auf Bio-Milch. Es wird zwar immer wieder auf gentechnik-freie Zutaten hingewiesen, was ich sehr gut finde.

Jedoch: werden die Haselnussbäume gespritzt? Wie werden sie gedüngt? Dasselbe gilt für die Kakao und Soja Plantagen.

Insbesondere die Angaben zur Milch finde ich zu flach. Da hier nicht näher auf die Milchbauern eingegangen wird sondern lediglich auf deutsche LIEFERANTEN verwiesen wird, ist nicht klar ersichtlich, ob auch die Milch aus Deutschland stammt. UND: ob es sich um Massentierhaltung handelt, was ich persönlich nicht nur aus gesundheitlichen sondern auch aus ethisch-moralischen Gründen zutiefst ablehne.

Höchst interessant finde ich die Begründung für das verwendete Vanillin:

damit das Produkt immer gleich schmeckt, wird künstliches Vanillin verwendet anstelle der natürlichen Vanille.

Sehr schade. Die natürliche Vanille ist sehr teuer – Vanillin dagegen ein günstiges „Kunstprodukt“. Warum die Zugabe von natürlicher Vanille die Geschmacks-Gleichheit beeinträchtigen sollte, erschließt sich mir nicht.

Da könnte ich fragen: warum benutzt man nicht auch direkt künstlich hergestellte Haselnüsse (oder eine chemische Paste mit Haselnuss-Geschmack) – schließlich unterliegen auch Nüsse gewissen Geschmacks-Schwankungen…

Fazit: Bei Nutella handelt es sich um eine gut vermarktete, beliebte und süße Nuss-Nougat-Creme, die laut Homepage viele Zertifizierungen hat und wo Nachhaltigkeit gemäß eigenen Angaben groß geschrieben wird – mir fehlt allerdings die Bio-Zertifizierung.

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